Erinnern Sie sich noch ?

1980 gastierte mit dem EC Köln der deutsche Eishockeymeister in Silz. Das Spiel war wohl der sportliche Höhepunkt in der Vereinsgeschichte, an den sich in Silz noch lange jeder erinnern kann.

Erfolgsgeschichte seit über 80 Jahren !

Eislaufen und Eishockey wurden in Silz so richtig populär, als anfangs der Dreißigerjahre des 20. Jahrhunderts ′das Radio ins Dorf kam′ und Österreichische Mannschaften (Fußball: Wunderteam, Eishockey: Nationalmannschaft) und Sportler (Eiskunstlauf: Karl Schäfer) die großen Idole der Jugend wurden. Die Gründung des Sportvereines Silz erfolgte im Jahre 1931, die offizielle Anmeldung nach dem Vereinsgesetzt wurde am 7. Juli 1932 durchgeführt. Der Verein gliederte sich damals in vier Sektionen: Bergsteigen, Schilauf, Fußball und Eishockey.Das erste Eishockeymatch einer Silzer Mannschaft endete am 26. Dezember 1932 mit einer 1:15 Niederlage gegen Kitzbühel. Den ersten Sieg der jungen Silzer Mannschaft gab es im Jänner 1934 mit 4:1 gegen Landeck; in diesem Jahr gelang auch die Revanche für die erste Niederlage, Kitzbühel wurde mit einem 8:1 Packerl auf die Heimreise ins Unterland geschickt! Aus diesem Jahr ist übrigens auch der "erste Silzer Torschützenkönig" überliefert: Fritz Waldegger mit 19 Treffern. In der Saison 1954/55 begann die "goldene Epoche" des Silzer Eishockeysports: Meistertitel in der Landesliga/Gruppe West, gute Ergebnisse beim international besetzten Silzer Neujahrsturnier und dritte Europa-Tournee!

Auch in der darauf folgenden Saison wurden Auslandsspiele organisiert, man spielte in Bozen, Genua, Marseilles, Chamonix, Genf und Zürich. In Spanien konnten die Silzer nach Siegen über Femsa Madrid und Nurmia den Martorell-Pokal gewinnen. Die späten Fünfzigerjahen Jahre gehörten dem Team um den Waldegger Brüdern, Günter Westerthaler und Bruno Guggi, welche 1957 den Tiroler Jugend-Meistertitel holten.

1992 brachte das Duo Erwin Althaller & Josef Ortner mit dem Projekt Kunsteisanlage neuen Schwung in die Sektion. Sie erstellen in kürzester Zeit ein realisierbares Finanzierungskonzept, Gemeinde (Max Heinz und Arnold Hirn) und Land Tirol (LH Weingartner) zogen mit. Beim ersten Meisterschaftsspiel in der Silzer Eis-Arena feierten 1.000 Zuschauer enthusiastisch den ersten Heimsieg. Die Formkurve der Bulls zeigte fortan steil nach oben und gipfelte 1996/97 im 3. Platz der 2. Division. Silz erreichte in dieser Saison das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte und zählte zu 7 besten Eishockeyvereinen Österreiches.In der Folge legte der Vorstand um Althaller&Ortner 1998 auf Grund politischer Interventionen seine Funktionen nieder und übernahm zunächst Karl Heinz als Obmann die Sektion. In seiner Ära konnten die Bullen in der Regionalliga West für Furore sorgen.

Im Jahr 2001 übernahm Ferdi Grüner als Obmann die Sektion und verjüngte die Kampfmannschaft, was sich mit Meistertiteln in der Regionalliga niederschlug.

2004 legte Grüner seine Funktion nieder, mit ihm der restliche Vorstand. Präsident Max Heinz bemühte sich, den angeschlagenen Verein wieder aufzustellen und fand mit Erwin Althaller einen engagierten Mitstreiter. Schon nach kurzer Zeit konnte ein motivierter Vorstand unter Obmann Dietmar Neurauter zusammengestellt werden. Die Zielsetzung lautete: Volle Kraft in die Nachwuchsarbeit. Althaller übernahm den Bereich Nachwuchs und versuchte, die Qualität in der Nachwuchsarbeit durch die Verpflichtung ausgebildeter Trainer zu heben. Erste Früchte dieser intensiven Bemühungen konnten bereits 2005/06 geerntet werden, die U12 wurde sensationell Vizemeister in der Tiroler Landesliga. Für die Saison 2007/08 konnte ein hervorragendes Trainerteam engagiert werden. Neben Stefan Stern als Nachwuchscheftrainer standen erstmals weitere 3 Lizenttrainer zur Verfügung. Auch im Bereich der Kampfmannschaft setzte man auf den eigenen Nachwuchs, immerhin waren in dieser Saison erstmals 2/3 der Mannschaft aus Einheimischen rekrutiert. Das Vorstandsteam um Neurauter (Karl Heinz, Hannes Hellrigl und Erwin Althaller) wollten dem Eishockeysport in Silz zu neuen Höhenflügen verhelfen und die Silzer Eisarena wieder zu einem Hexenkessel verwandeln. Nach einer sportlich lauen Saison im Kampfmannschaftsbereich, konnte bereits ein Jahr später in der Saison 2008/09 wieder der Einzug ins Halbfinale bejubelt werden. Trotz starker Leistung gegen den späteren Vizemeister Wattens sollte es für den Finaleinzug nicht reichen. 2009 war es dann endlich soweit. Nach jahrelangen Bemühen war es den beiden Gemeinderäten und Hockeyvorständen Didi Neurauter und Erwin Althaller gelungen, eine Mehrheit im Gemeinderat für den Bau neuer Kabinen zu gewinnen, die letztlich vorbildlich gestaltet nun seitdem den Bulls als neue Heimat dienen.

In der Saison 2009/10 war es dann endlich soweit. Ein schöneres Finale, als gegen den EC Zirl konnten sich die Bullen nicht wünschen. In 5 Spielen musste man sich letztlich gegen die Übermacht aus Zirl geschlagen geben, trotzdem freute man sich im Silzer Lager sehr über den Vizemeistertitel.

Nach einer durchwachsenen Saison 2010/11 setzte man mit Neo-Obmann Peter Bussjäger und dem neuen Vorstand (Nina Tommasi, Marion Ljubic, Christian Glatz, Manuela Schöpf, Ronny Zimmermann und Erwin Althaller) neue Ziele. Im Nachwuchs wurde mit dem EHC Telfs eine SPG gegründet und im Seniorenbereich ist man aus der Elite-Liga in die Landesliga gewechselt, wo man mit überwiegend eigenen jungen Spielern um den Meistertitel kämpfte. Erstmals seit Jahren konnte man in der Kampfmannschaft mit 2/3 Einheimischen Spielern antreten, ein Erfolg der jahrelangen guten Nachwuchsarbeit. Gleich 5 15-jährige Nachwuchsspieler wurden in die Kampfmannschaft integriert.

Diese Bemühungen wurden in allen Bereichen belohnt, so erreichte man mit der Kampfmannschaft nach 10 Jahren endlich wieder einen Meistertitel in der Tiroler Landesliga, mit der U18 wurde man Vizemeister und mit der U15 erreichte man den hervorragenden 3. Platz. Erstmals in der Vereinsgeschichte konnten die Bulls gleich 8 junge Cracks in das Landesleistungszentrum entsenden, die sich in der österr. Bundesliga hervorragend schlugen.

Am 1.4.2012 feierte unser Opa Günther Westerthaler seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlass wurde unser Günther einstimmig zum Ehrenobmann der Sektion Eishockey ernannt.

Die Saison 2012/13 gestaltete sich wieder erfreulich. Mit einer homogenen Mannschaft konnte man im Grunddruchgang souverän den 3. Platz erreichen und so ins Halbinale einziehen. Dort traf man auf den späteren Meister Wattens. Lediglich im 3. Play-Off-Spiel konnten die Bulls aber ihr tatsächliches Können aufzeigen und fertigten Wattens im Wattener Stadion mit 0:7 ab. Letztlich mussten sich die Bulls aber mit dem 3. Gesamtrang zufrieden geben.

Im Nachwuchs erreichte die U15 und U18 jeweils den 4. Platz und dies trotz jeweils sehr kleiner Kader. Die ganz Kleinen zeigten wieder groß auf und so tummelten sich mehr als 40 U11 und U9-Kinder im Bullendress am Eis. Besonders erfreulich in dieser Saison war der Neuzugang im Vorstandsteam mit Conny Perwög, die sich als engagierte Powerfrau richtig ins Zeug legte. Aus privaten Gründen schied Manuela Schöpf aus dem Vorstand aus.

Saison 2013/14:

Die Bulls nahmen mit ihrer Kampfmannschaft in der Eliteliga teil und belegten dort letztlich mit einer als Favorit gehandelten Mannschaft den 4. Endrang. Im Halbfinale musste man sich klar gegen Kundl geschlagen geben. Beachtenswert der hohe Anteil an einheimischen Spielern, denn die Bulls hatten gleich 12 eigenen Cracks für die höchste westösterreichische Amateurliga aufzubieten.

Im Nachwuchs wurde die SPG mit Telfs fortgesetzt und konnte man mit U10, U12, U16 und einem Farmteam an der Meisterschaft teilnehmen. Die U12 erreichte das Halbfinale und sicherte sich Platz 4, das U16-Team konnte sensationell den Vizemeistertitel holen. Besonders erwähnenswert sind die Jungsters Marcel Westertahler und Dominik Althaller, die ihre Altersklasse U16 quasi im Alleingang dominierten und gemeinsam 239 Punkte erzielten. Am Ende der Saison beendete Bastian Eisank seine Spielerkarriere bei den Bulls und wechselte als neuer sportlicher Leiter der Kampfmannschaft auf die Funktionärsseite.

Saison 2014/15:

Ewald Knausz beendet seine Spielerkarriere und wird neuer Headcoach der Silzer Kampfmannschaft. Werner Strele wird als neuer U12-Trainer verpflichtet.

Die Silzer landen mit den Neuverpflichtungen von Marc Colleoni und Martin Grabher-Meyer (beide VEU Feldkirch) zwei Sensationstransfers. Mit Markus Ehrensperger, Fabian Hechenberger, Dominik Piffer, Manuel Holaus und Martin Praxmarer kommen weitere neue Spieler zu den Bulls. Im Nachwuchs spielt man in der U8, U10, U12 und Gebietsliga wieder als SPG Silz-Telfs, in der U14 als SPG mit Ehrwald. insgesamt können die Silz Bulls mittlerweile auf über 100 aktive Eishockeyspieler verweisen, eine stolze Zahl.

Sportlich ist diese Saison sehr durchwachsen. Im Nachwuchs kann man nach einem tollen Grunddruchgang mit der U12 letztlich den 3. Gesamtrang erreichen. In der U14 gibt es erstmals eine Spielgemeinschaft mit Ehrwald, die sehr gut funktioniert hat. Die Gebietsligamannschaft (=Farmteam) schlägt sich überraschend sehr gut und kann im Halbfinale nur mit viel Pech gegen den späteren Meister Steinach nicht bestehen. In der Eliteliga lag man bis 4 Runden vor Schluss auf Rang 2, rutschte dann aber noch auf Platz 5 zurück und verpasste so das Play-Off. Mit diesem Ausscheiden konnte man nicht zufrieden sein, war man doch mit Finalambitionen im Herbst ins Rennen gestartet. Am Ende der Saison scheidet die langjährige Kassierin Marion Ljubic aus dem Vorstand aus.

 

Saison 2015/16:

Als Konsequenz aus dem Abschneiden der vermeintlichen Startruppe 2014/15 wurde die Kampfmannschaft total verjüngt. Gleich mehrere Spieler aus der U20 rückten in die Erste auf und konnten von Beginn weg aufzeigen. Besonders der erst 17-jährige Dominik Althaller zeigt in vielen Spielen sein überdurchschnittliches Talent. Quasi als Krönung seiner Leistungen verwertete er im Schlagerspiel gegen Wattens vor 500 Zuschauern den entscheidenden Penalty souverän im Stile eines echten Profi´s.

Im Nachwuchs versuchte man sich erstmals in einer Kooperation mit dem Erzrivalen Zirl. In allen Altersklassen (U12, U14, U16 und Gebietsliga) schaffte man den Einzug ins Finale und holte sensationell überall den Vizemeistertitel. Die Kooperation mit Zirl war zwar vielversprechend, allerdings sah sich Zirl weder finanziell, noch sonst der großen Aufgabe gewachsen, sodass die Partnerschaft nach nur einem Jahr beendet wurde.

Am Ende der Saison trat der Vorstand zurück und musste zur Gründung eines neuen Zweigvereins des SV Silz ein neuer Vorstand konstituiert werden.

Mit Neo-Obmann Erwin Althaller, Ronny Zimmermann, Christian Glatz, Nina Tommasi, Thomas Riml, Barbara Zechberger, Bastian Eisank und Conny Perwög wurde der größte Vorstand der letzten Jahre gefunden. Das Ziel, weiterhin auf junge Spieler zu bauen, bleibt auch unter Obmann Althaller die klare Zielrichtung.

 

2016/17

Auch in dieser Saison setzten die Silz Bulls wieder auf junge Spieler. Im Sommer wurde von der Gemeinde zunächst die Eisarena saniert. Die Arbeiten verzögerten sich aber, sodass die Heimpremiere letztlich bis Mitte November verschoben werden musste. Mit viel Euphorie startete man trotzdem in die Eliteligasaison. Allerdings zollten die Silzer ihrer Jungendlichkeit Tribut und mussten einige Niederlagen, wenn auch oft knapp einstecken. Letztlich erreichte man am Ende das erklärte Saisonziel "Erreichen der Play-Off" nicht und belegte auch in dieser Saison den enttäuschenden vorletzten Platz.

Umso besser präsentierten sich die Damen und der Nachwuchs der Silz Bulls (HC Oberland Silz-Telfs). Wieder mit den Trainern Werner Strele, Michael Schmidt und Toni Brucker glänzte man in allen Altersklassen und holte nach dem 4. Platz in der U16, den Meistertitel in der U14 und den Vizemeister in der U12.

Zudem konnte man sich in dieser Saison über einen gewaltigen Ansturm in der Eislaufschule der Bulls freuen. Gleich 60 Kinder zwischen 3 und 7 Jahren tummelten sich unter der Leitung von Steffi Reinpold wöchentlich am Eis.

Auch das Farmteam der Silz Bulls, das als SPG mit Imst in der Landesliga spielte, konnte das Play-Off erreichen, verpasst dann aber den Finaleinzug knapp und wurde eben ein Opfer eine fast unglaublichen Verletzungsserie. Schließlich durfte man aber über den guten 3. Gesamtrang jubeln.

Das Damenteam "Lady Bulls" spielte eine gute Saison im Damen-Alpencup und belegte schließlich sensationell den 2. Gesamtrang.

Der Vorstand hat bereits kurz nach der Saison erklärt, am bisherigen Kurs mit jungen Spielern und guter Nachwuchsarbeit festhalten zu wollen. Trotzdem wurde die Zielrichtung für die kommende Saison mit dem klaren Erreichen der Play-Off in der Eliteliga und der Verteidigung der gewonnen Titel im Nachwuchs bereits ausgerufen.